Am Montag den 8.11.2004 fand im Vereinsheim des ETB die Jahreshauptversammlung der ETB-Fußballabteilung statt. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Manfred Kuhmichel verlas Frau Wiemers das Protokoll der letzten JHV. Danach fand die Ehrung der Jubilare statt. Unter den geehrten war auch der leider verstorbene Günther weimar für 70jährige Vereinszugehörigkeit. In Vertretung seines Vaters nahm sein Sohn, das Fanclubmitglied Wolfgang Weimar, die Ehrung für seinen Vater entgegen.
Dann verlas Vorstandsvorsitzender Manfred Kuhmichel den Bericht des Vorstandes. Er sprach von der Saison 2003/2004, als unsere 1.Mannschaft kurz vor dem Abgang in die Verbandsliga stand. Die Verantwortlichen hätten sich kurz vor Saisonende mit einem Trainer wechsel sehr schwer getan und sich erst nach langer und reiflicher Überlegung dazu entschlossen um den Abstieg zu verhindern. Nun stände nach 14 Spieltagen die Mannschaft auf dem 5.Platz und hätte mit Ausnahme der Spiele gegen Düren und Junkersdorf gute Spiele abgeliefert. Mit dem Saisonziel „oberes Tabellendrittel“ wäre man also im Sollbereich. Auch die 2.Mannschaft würde viel Freude bereiten. Sie wäre nach einer tollen Saison in die Bezirksliga aufgestiegen und belege dort den 5.Platz. Auch mit dem Jugendbereich ist der Vorstand Dank dem Duo Zimmer/Lennermann zufrieden. Herr Kuhmichel deutete zwar an, dass einige Artikel in der Fanzine von der Kritik her nicht der Zustimmung des Vorstandes entsprochen hätten, insbesondere der Vorwurf der Ahnungslosigkeit von Vereinsverantwortlichen, jedoch betonte er, dass in jüngster Zeit eine spürbare Verbesserung im Verhältnis zwischen Vorstand und Fanclub eingetreten wäre. Diese Entwicklung wolle der Vorstand intensivieren. Der Verein hat einen ausgeglichenen Finanzhaushalt Dank großer und kleiner Sponsoren. Der Vorstand hat sich den Aufstieg 2006 nach wie vor zum Ziel gesetzt will dies aber ohne finanzielles Risiko eingehen. Deshalb ist die Er weiterung des Finanzrahmens von großer Bedeutung. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten daran. Die Trainingsbedingungen sind nach wie vor sehr schlecht. Es ist bis jetzt nicht gelungen eine Verbesserung der Situation sowohl für den Senioren- wie auch für den Jugendbereich zu erzielen. Man steht sowohl mit der Hockeyabteilung in Bezug auf den Nebenplatz hinter der Stehgeraden wie auch mit der Stadt in Bezug auf eine andere Lösung auch im Hinblick auf Finanzmittel in Verhandlungen. Eine Bauer weiterung der jetzigen Anlage ist räumlich nicht möglich. Die Nutzung der 1.Etage ist noch immer unbefriedigend. Man sucht nach Lösungen. Zum Schluss sagte der Vorstand noch einen Dank an Winfried Elsner für die gute Arbeit bei der Herausgabe der Stadionzeitung.
Dann folgte der Bericht des Aufsichtsrates, vorgelesen vom Aufsichtsratsvorsitzenden Johannes Bömkes. Herr Bömkes informierte darüber, dass Günther Kropp zur fachlichen Unterstützung zum Aufsichtsrat hinzu gestoßen ist. Herr Kropp wird vorerst nur als Gast bei den Sitzungen zugegen sein da eine Wahl in den Aufsichtsrat erst bei der nächsten Jahreshauptversammlung möglich ist. Zwischen dem 30.9.2003 und dem 8.11.2004 fanden insgesamt 8 Aufsichtsrats-Sitzungen statt. Dabei waren folgende Themen vorrangig behandelt worden: Jahresergebnis 2003/2004, Vorplanungen 2004/2005 und Gewinnung von neuen Sponsoren. Prinzip des Aufsichtsrates sei es nur soviel Geld auszugeben wie da ist, das heißt auf einen ausgeglichenen Finanzhaushalt zu achten. Auch mit diesen Prinzipien wird das Ziel Aufstieg 2006 vom Aufsichtsrat angegangen.
Danach folgte der Bericht des Jugendvorstandes, vorgelesen von Heppo Zimmer. Herr Zimmer sagte, dass die Saison 2003/2004 vom Ergebnis her einer der schlechtesten für ETB-Jugendmannschaften in den letzten Jahren gewesen sei. Danach hätte man in der A-Jugend 11 neue Spieler geholt, 4 behalten und 4 aus der B-Jugend heraufgeholt. Jetzt solle endlich der Bundesliga-Aufstieg der A-Jugend gelingen. Er verknüpfte den Aufstieg mit seinem persönlichen Schicksal und sagte, wenn der Aufstieg in diesem Jahr nicht gelingt stelle er seinen Posten zur Verfügung.
Danach meldete sich der sportliche Jugendleiter, Herr Lennermann, um noch einmal auf die katastrophalen Trainingsbedingungen der Jugendmannschaften hinzuweisen. 10 Jugendmannschaften würden auf 5 Anlagen spielen und trainieren. Mit der A- und B-Jugend darf auf dem Nebenplatz kein Meiserschaftsspiel mehr ausgetragen werden, da der Nebenplatz von den Abmaßen her zu klein ist. Die B- und C-Jugend will wöchentlich viermal statt dreimal trainieren. Wenn jetzt die Wintermonate kommen wird der Rasenplatz gesperrt und die 1.Mannschaft muss auch noch auf den Nebenplatz ausweichen. Fazit: Die Situation spitzt sich immer mehr zu. Deshalb richtete Herr Lennermann einen dringenden Apell an den Vorstand möglichst schnell eine Lösung zu finden.
In diesem Zusammenhang meldete sich das ETB-Mitglied Heinrich Odenwald zu Wort und erinnerte daran, dass der frühere Vorstand 1973 das ETB-Gelände für 1 Millionen DM an die Stadt quasi verschenkt hätte währen der Nachbar Rot-Weiß für das gleiche Gelände damals 6 Millionen DM bekommen hätte. Kurz vorher hätte der ETB aus eigenen Mitteln das Stadion noch für 340.000 DM er weitert. Jahrzehntelang hätten auch Schulen sowohl das vereinseigene Gelände an der Meisenburg wie auch später das vereinseigene Gelände am Uhlenkrug kostenlos für den Schulsport nutzen dürfen. Nun könne nach so vielen Geschenken auch die Stadt Essen in Sachen Trainingsplatz etwas für den ETB tun. Dies stimmte Vorsitzender Kuhmichel zu.
Zum Schluss sprach Trainer Klaus Täuber noch einige Worte zur Mitgliederversammlung. In Sachen Trainingsbedingungen erinnerte er sich daran, dass man ihm am Anfang seiner Trainerarbeit sagte, mit der Mannschaft auf der Schillerwiese trainieren zu können. Kaum da angelangt kam auch schon der Platzwart und belehrte, dass der Rasen nur mit Turnschuhen zu betreten sei.
Dann machte auch er einen sportlichen Rückblick und erinnerte an die letzten Spiele der letzten Saison, als er die Mannschaft im Abstiegskampf übernahm. Diese Spiele hätten ihm viel Nerven gekostet. Trotzdem erinnerte er sich gerne daran wie toll damals Vorstand und Fans, quasi der ganze Verein, hinter der Mannschaft gestanden hätte. Für die neue Saison sind sieben neue Spieler geholt worden mit denen er alle zufrieden sei. Dieses Jahr würde eine Mannschaft geformt, die im nächsten Jahr durch 3-4 Spieler ergänzt würde. Mit dieser Mannschaft wolle er dann in der nächsten Saison das große Ziel Aufstieg angehen. Im Gegensatz zur Oberliga Westfalen müsse er feststellen, dass diese Liga in der Spitze weitaus stärker ist.
Ziele in dieser Saison? Die Heimstärke ist ok, auswärts muss die Mannschaft stärker werden. Allerdings hätte er nach dem Ausfall von Hannes Wolf nur noch 16 Spieler zur Verfügung. Im Pokal wolle er soweit wie möglich kommen. Nächster Gegner ist Wuppertal. „Vielleicht erwischen wir da einen Sahnetag. Im Pokal ist alles möglich.“ Nach der Sommerpause wolle er verstärkt A-Jugendspieler in der 1.Mannschaft mittrainieren lassen um sich von den Spielern ein Bild zu machen und den einen oder anderen frühzeitig an den Oberliga-Kader heran zuführen.
Am Rande der Jahreshauptversammlung fanden auch Gespräche zwischen Fanclub-Mitgliedern und Aufsichtsratsmitgliedern statt. Man vereinbarte eine Gesprächsrunde am 4.Januar mit dem Ziel, den Fanclub besser in die Aktion „WIR 2006“ zu integrieren.