Der ETB-Fanclub trauert um Andy Sassen

Der ehemalige ETB-Spieler und Ex-Profi Andy Sassen ist im Alter von 36 Jahren verstorben.
Andy Sassen stammt aus der ETB-Jugend und eroberte sich schon früh unter Trainer Fred Bockholt einen Stammplatz im Oberliga-Team. Auf den technisch versierten Spielmacher wurden schließlich einige Bundesligisten aufmerksam. Er galt damals als eines der hoffnungsvollsten Talente im deutschen Fußball.
In der Saison 1990/91 wechselte er zum damaligen Bundesligisten KFC Uerdingen, für den er insgesamt 35 Bundesligaspiele absolvierte und fünf Treffer erzielte. Anschließend wechselte er zum Hamburger SV, für den er 39 Bundesligaspiele austrug und ein Tor erzielte. In dieser Zeit war er einer der herausragenden Spieler beim HSV und im Mittelfeld Dreh- und Angelpunkt. Nach einigen Eskapaden wurde sein Vertrag aufgelöst, und er schloss sich Dynamo Dresden an. Nach nur sechs Spielen folgte eine Episode bei Dnjepr Dnjepopetrowsk in der Ukraine. 1995/96 versuchte er sein Comeback bei Wattenscheid 09 in der zweiten Liga. Nach zehn Spielen hängte er die Fussballschuhe an den Nagel.
Beim ETB tauchte er noch einmal auf und machte die Saisonvorbereitung mit ehe er endgültig mit dem Fußball aufhörte. Er war ein Spieler, dessen Karriere bei seinem großen Talent durchaus in die Nationalmannschaft hätte führen können.
Die ETB-Fans werden ihn als einen Spieler in Erinnerung behalten, der bei seiner aktiven Zeit beim ETB Dank seiner Spielkunst den Fans viel Freude bereitet hat.

- Gerd Krausenbaum -

QUOTE(NRZ @ 20.10.2004)
Im Alter von nur 36 Jahren verstarb der ehemalige Fußball-Profi Andreas Sassen. Der technisch versierte Mittelfeldspieler stammte aus der Jugend des ETB und machte in der schwarz-weißen Oberliga-Truppe unter Trainer Fred Bockholt auf sich aufmerksam.

In der Saison 1990/91 wechselte Sassen zum Bundesligisten KFC Uerdingen, für den er insgesamt 35 Erstligaspiele bestritt und fünf Treffer erzielte.

Von Krefeld aus zog es den Essener, der im Laufe seiner Karriere immer wieder mit Eskapaden aufhorchen ließ, zum Hamburger SV. Für die Hanseaten lief Sassen 38 Mal (1 Tor) auf, ehe er sein Glück beim damaligen Liga-Gefährten Dynamo Dresden versuchte. Nach nur sechs Einsätzen in der Elbe-Metropole folgte eine Episode bei Dnjepr Dnjepopetrowsk, ehe Andy Sassen in der Saison 1995/96 noch einmal ein Comeback in der Zweiten Liga bei der SG Wattenscheid 09 versuchte. Nach zehn Spielen (ein Tor) beendete er seine Karriere, die bei seinem großen Talent durchaus in die Nationalmannschaft hätte führen können.


QUOTE(http://www-user.rhrk.uni-kl.de/~djaloeis/soccer/herzelf.htm)
Einst war Andreas Sassen ein talentierter, sehr begabter Fußballer. Er wurde in Uerdingen groß und etablierte sich schnell als solider, wenn auch nicht überragender Mittelfeldmann. Doch von Anfang an war auch ersichtlich, daß Sassen dem Alkohol nicht abgeneigt war. Er wechselte zum großen HSV und absolvierte auch auf Anhieb 30 Spiele, doch immer fühlte er sich neben Jusufi, von Heesen, Spörl etc. als Notnagel. Die Nächte waren lang und einsam, und Alkohol half ihm zu vergessen. Auch bei Dresden konnte er nicht von der Flasche wegbleiben. Schließlich bootete ihn Dynamo auch aus, so daß er sein Heil in Dnjepr suchte. Dort gab es Ruhe -- und billiges Wodka. Systematisch zerstörte er Körper und Geist mit der Sauferei, so daß er schließlich in seiner letzten Station Wattenscheid nur noch ein Schatten seiner Selbst war. Heute hat er nach einem schmerzvollen Entzug wieder die Kurve gekriegt.